Mehr fühlen, weniger denken.

Was genau ist eigentlich Resilienz?

Resilienz – innere Kraft für Körper und Seele

Egal, wie schön das Leben auch ist – wir alle haben manchmal mit besonderen Herausforderungen zu tun. Unser heutiger Alltag ist vielfältiger und bietet mehr Möglichkeiten als noch vor 50 Jahren. Er ist jedoch auch deutlich schneller und komplexer geworden.

Das ist großartig. Es eröffnet neue berufliche Möglichkeiten und die Chance, sich in Bereichen auszuprobieren, die für frühere Generationen oft nur ein Traum waren.

Allerdings hat diese Medaille auch eine Kehrseite. Ständige Erreichbarkeit, Leistungsdruck und der Spagat zwischen Familie und Beruf können zu Stress führen. Es ist nicht immer leicht, sich in der Hektik des Alltags um sich selbst zu kümmern. Hält der Druck über einen längeren Zeitraum an, kann das auch Auswirkungen auf unsere psychische Gesundheit haben. Der Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse zeigt, dass psychische Erkrankungen einen erheblichen Anteil an den krankheitsbedingten Fehlzeiten haben.

Genau hier kommt Resilienz ins Spiel. Sie beschreibt die persönliche Widerstandskraft und die Fähigkeit, mit Belastungen und Krisen so umzugehen, dass es uns anschließend wieder möglich ist, zu uns selbst zu finden – vielleicht mit der einen oder anderen Schramme, aber unzerbrochen.

Die Psychologie versteht Resilienz nicht als feste Eigenschaft, die wir entweder besitzen oder nicht besitzen. Sie gilt vielmehr als Prozess der Anpassung an schwierige und belastende Lebenssituationen. Dabei lernen wir, unsere Gedanken, Gefühle und unser Verhalten flexibel an neue Situationen anzupassen, Herausforderungen zu bewältigen und uns von ihnen zu erholen. Resilienz lässt sich daher mit einem Muskel vergleichen, den wir Schritt für Schritt trainieren können.

❤️ Wenn Du nur zwei Minuten hast: Probiere doch einmal eine Mini-Übung für schnelle Ruhe.

BEISPIEL

Ein Bild, das man sich gut merken kann

Stell Dir einen Gummiball und ein Stück Knete vor. In beide drückst Du eine Delle.

Die Knete behält ihre Form. Der Gummiball hingegen nimmt nach kurzer Zeit wieder seine ursprüngliche Form an.

Genau darin steckt das Bild der Resilienz. Es geht nicht darum, Belastungen zu ignorieren oder immer stark zu sein. Auch resiliente Menschen geraten unter Druck. Der Unterschied ist, dass sie nach schwierigen Zeiten Schritt für Schritt wieder Stabilität finden.

Natürlich ist kein Mensch ein Gummiball. Manche Erfahrungen hinterlassen Spuren. Das Bild macht jedoch deutlich, worum es bei Resilienz geht: die Fähigkeit, sich nach Belastungen zu erholen und wieder handlungsfähig zu werden.

Worum es bei Resilienz wirklich geht

Resilienz ist nichts Starres. Sie verändert sich im Laufe Deines Lebens und kann sich in verschiedenen Lebensbereichen unterschiedlich zeigen. Vielleicht gehst Du im Beruf sehr sicher mit Belastungen um, gerätst im Familienalltag aber schneller aus der Balance – oder umgekehrt. Das ist völlig normal.

Ob uns Belastungen dauerhaft beeinträchtigen, hat nichts mit persönlicher Schwäche zu tun. Entscheidend sind sogenannte Schutzfaktoren. Dazu gehören ein stabiles soziales Umfeld, Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, ein guter Umgang mit den eigenen Gefühlen und hilfreiche Strategien zur Stressbewältigung. Auch die jeweiligen Lebensumstände spielen dabei eine wichtige Rolle.

Resilienz entsteht also immer im Zusammenspiel zwischen uns und unserer Umwelt. Viele dieser Schutzfaktoren lassen sich stärken. Das bedeutet jedoch nicht, dass wir jede Krise allein bewältigen müssen oder selbst dafür verantwortlich sind, wenn das Leben gerade besonders schwer ist.

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Typische Signale

Wenn Stress zu viel wird

Dauerstress kann Körper und Psyche gleichermaßen fordern. Häufige Hinweise sind zum Beispiel:

körperlich

  • Verspannungen
  • Kopf- und Nackenschmerzen
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Herzklopfen, Schwindel
  • Erschöpfung

psychisch / Verhalten

  • Grübeln
  • Reizbarkeit
  • Antriebslosigkeit
  • Schlafstörungen
  • Appetitveränderungen
  • Konzentrationsprobleme

Stress kann sich natürlich noch durch viele weitere körperliche und seelische Beschwerden bemerkbar machen. Wichtig zu wissen: Solche Warnsignale Deines Körpers können auch ganz andere Ursachen haben. Falls die Beschwerden länger anhalten, sehr häufig auftreten oder Dich im Alltag stark belasten, solltest Du das bitte immer von einer Ärztin oder einem Arzt abklären lassen. Selbstfürsorge bedeutet schließlich auch, rechtzeitig professionelle Hilfe anzunehmen.

Unabhängig davon zeigen aktuelle Auswertungen der AOK, dass Erkrankungen der Atemwege, psychische Erkrankungen sowie Beschwerden des Muskel-Skelett-Systems zu den häufigsten Ursachen krankheitsbedingter Fehlzeiten gehören. Je nach Region und Zeitraum können sich die jeweiligen Anteile etwas unterscheiden.

👉 Hier findest Du kurze Übungen gegen akute Anspannung – kompakt erklärt.

Typische Signale

Wenn Stress zu viel wird

Dauerstress kann Körper und Psyche gleichermaßen fordern. Häufige Hinweise sind zum Beispiel:

körperlich

  • Verspannungen
  • Kopf- und Nackenschmerzen
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Herzklopfen, Schwindel
  • Erschöpfung

psychisch / Verhalten

  • Grübeln
  • Reizbarkeit
  • Antriebslosigkeit
  • Schlafstörungen
  • Appetitveränderungen
  • Konzentrationsprobleme

Stress kann sich natürlich noch durch viele weitere körperliche und seelische Beschwerden bemerkbar machen. Wichtig zu wissen: Solche Warnsignale Deines Körpers können auch ganz andere Ursachen haben. Falls die Beschwerden länger anhalten, sehr häufig auftreten oder Dich im Alltag stark belasten, solltest Du das bitte immer von einer Ärztin oder einem Arzt abklären lassen. Selbstfürsorge bedeutet schließlich auch, rechtzeitig professionelle Hilfe anzunehmen.

Unabhängig davon zeigen aktuelle Auswertungen der AOK, dass Erkrankungen der Atemwege, psychische Erkrankungen sowie Beschwerden des Muskel-Skelett-Systems zu den häufigsten Ursachen krankheitsbedingter Fehlzeiten gehören. Je nach Region und Zeitraum können sich die jeweiligen Anteile etwas unterscheiden.

👉 Hier findest Du kurze Übungen gegen akute Anspannung – kompakt erklärt.

Wichtig: Diese Liste ersetzt keine medizinische Diagnose. Wenn Dich Beschwerden länger begleiten, häufig auftreten oder im Alltag stark belasten, lass sie bitte ärztlich abklären.

„Stehaufmännchen-Kompetenz“: Wie sich Resilienz im Alltag zeigen kann

Vielleicht fragst Du Dich, wie sich Resilienz im Alltag bemerkbar macht. Resiliente Menschen sind nicht immer stark und bleiben auch nicht von Stress, Zweifeln oder Rückschlägen verschont. Häufig nutzen sie jedoch hilfreiche Verhaltensweisen. Sie…

  • erkennen zunehmend, was ihnen guttut und was sie belastet
  • regulieren Stress zum Beispiel durch bewusste Pausen, Atmung und klare Grenzen
  • bitten andere um Unterstützung, wenn sie diese benötigen
  • betrachten Rückschläge nicht ausschließlich als Endpunkte, sondern suchen nach Möglichkeiten, mit ihnen umzugehen und aus ihnen zu lernen.

Das ist keine angeborene Superkraft. Viele Fähigkeiten, die uns im Umgang mit Belastungen helfen, lassen sich entwickeln und stärken. Studien zeigen, dass Resilienztrainings das Wohlbefinden und die persönliche Widerstandskraft fördern können.

Mini-Übung

Resilienz – kleines Gänseblümchen wächst in trockenem, sandigem Boden.

Mini-Übung für jetzt

Dauer: etwa zwei Minuten

  • Ankommen: Atme viermal ruhig ein und aus. Zähle beim Einatmen bis vier und beim Ausatmen bis sechs.
  • Boden spüren: Stelle beide Füße bewusst auf den Boden und lasse Deine Schultern locker werden.
  • Mikro-Fokus: Frage Dich: „Was ist eine Sache, die heute machbar ist?“ Notiere nur diese eine Sache.
  • Mini-Grenze: Plane eine fünfminütige Pause ein und halte sie möglichst auch ein.

Kleine Schritte wirken oft unscheinbar. Werden sie regelmäßig wiederholt, können sie jedoch dabei helfen, hilfreiche Gewohnheiten aufzubauen und im Alltag besser mit Belastungen umzugehen.

👉 Weitere kurze Übungen findest Du bei den Mini-Übungen für mehr innere Ruhe.

Claudia Gund verfügt über mehr als 30 Jahre Berufserfahrung in verschiedenen Funktionen, unter anderem in Personalverantwortung, Führung, Erwachsenenbildung und Kommunikation. Diese Erfahrung fließt in ihre redaktionelle Arbeit für innenklar ein. Sie hilft ihr, komplexe Zusammenhänge verständlich zu ordnen und Themen so aufzubereiten, dass sie im Alltag wirklich weiterhelfen.

Claudia Gund
Herausgeberin von innenklar.com

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Resilienz

2 Kommentare

  1. Hallo liebe Claudia,

    vielen Dank für den interessanten Einblick in die Resilienz und auch in Deine eigene Erfahrung mit Deiner Erschöpfung. Je älter ich werde, umso klarer wird mir die Bedeutung zwischen Ernährung und mentaler Stärke. Als ich jünger war, habe ich das nicht so wahrgenommen, darüber bin ich sehr froh.

    Danke für Deine Mühe, ich werde gerne wieder kommen.

    Liebe Grüße, Steffi

    Antworten
    • Hallo Steffi,

      ja, so ist es mir auch ergangen. Ich habe auch aus verschiedenen Gründen erst später gelernt, was z.B. der Darm mit Stress und Ernährung mit positiven oder negativen Gedanken zu tun hat. Es ist gut, dass Du das für Dich mitgenommen hast.

      HG, Claudia

      Antworten

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Hallo, ich bin Claudia

Herausgeberin von innenklar.com.

Ich verfüge über mehr als 30 Jahre Berufserfahrung in verschiedenen Funktionen, unter anderem in Personalverantwortung, Führung, Erwachsenenbildung und Kommunikation.

Auf innenklar schreibe ich über Resilienz, Selbstfürsorge und die Dinge, die uns helfen können, weniger zu zerdenken und mehr zu fühlen.

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